Ziel des Spiels ist es, die eigenen Kugeln näher an die Zielkugel („Schweinchen“) zu platzieren als die Kugeln der gegnerischen Mannschaft.
Ein Spiel endet:
Wird das Schweinchen vor Ablauf der 18 Minuten ordnungsgemäß angeworfen, wird die laufende Aufnahme vollständig zu Ende gespielt.
Sollte es nach Beendigung der letzten Aufnahme keinen Sieger geben, wird das Spiel als Unentschieden gewertet.
Die Zielkugel muss:
Werden diese Bedingungen nicht erfüllt, erhält die anwerfende Mannschaft einen zweiten Versuch. Liegt die Zielkugel auch nach dem zweiten Versuch nicht regelkonform, geht das Anwurfrecht an die gegnerische Mannschaft über.
Ein regelkonformer Boulewurf erfolgt in einer kontrollierten Bewegung von unten nach oben. Dabei wird die Kugel mit einer natürlichen Wurfbewegung aus der Hand gespielt, wobei der Handrücken während des Wurfes überwiegend nach oben zeigt.
Während des Wurfes gilt:
Werden die oben genannten Wurfregeln nicht eingehalten, gelten folgende Entscheidungen:
Danach gilt:
Sind alle Kugeln gespielt, wird die Aufnahme gewertet und die nächste Aufnahme beginnt.
Nach jeder Aufnahme kann ausschließlich eine Mannschaft Punkte erzielen. Die Wertung erfolgt durch den Schiedsrichter. Nur der Schiedsrichter entscheidet verbindlich über die Anzahl der erzielten Punkte. Beide Mannschaften haben das Recht, eine Nachmessung zu verlangen. Diese darf ausschließlich durch den Schiedsrichter durchgeführt werden.
Während der Punktewertung dürfen die Kugeln sowie das Schweinchen von keinem Spieler berührt oder bewegt werden. Erst nach Abschluss der Wertung und ausdrücklicher Freigabe durch den Schiedsrichter dürfen die Spieler ihre Kugeln aufnehmen oder berühren.
Verändert ein Spieler absichtlich die Position von Kugeln oder des Schweinchens während der Punktewertung oder Nachmessung, wird die laufende Aufnahme durch den Schiedsrichter abgebrochen. In diesem Fall wird die Aufnahme mit zwei Punkten für die gegnerische Mannschaft gewertet.
Eine Kugel gilt als ungültig, wenn sie:
Ungültige Kugeln werden durch den Schiedsrichter aus dem Spiel entfernt und bei der Wertung nicht berücksichtigt.
Das Turnier wird mit insgesamt 28 Mannschaften durchgeführt. Die Teams werden in sieben Gruppen mit jeweils vier Mannschaften eingeteilt. Die Gruppenauslosung erfolgt im Vorfeld durch die Turnierleitung.
Innerhalb jeder Gruppe spielt jede Mannschaft einmal gegen jede andere Mannschaft der Gruppe.
Die Platzierung innerhalb der Gruppen erfolgt nach folgenden Kriterien:
Diese Wertungskriterien gelten sowohl zur Ermittlung des Gruppensiegers als auch zur Bestimmung des besten Gruppenzweiten.
Für die KO-Phase qualifizieren sich:
Kommt es bei der Ermittlung des besten Gruppenzweiten zu einem vollständigen Gleichstand aller Wertungskriterien zwischen mehreren Mannschaften, entscheidet ein Stechen. Hierzu wird die Zielkugel durch den Schiedsrichter ausgeworfen. Jede beteiligte Mannschaft erhält einen Wurf mit einer Kugel. Die Mannschaft, deren Kugel nach Abschluss aller Würfe am nächsten zur Zielkugel liegt, qualifiziert sich für die K.-o.-Phase.
Nach Abschluss der Gruppenphase beginnt die KO-Phase. Die KO-Phase wird im einfachen K.-o.-System ausgetragen. Der Verlierer eines Spiels scheidet unmittelbar aus dem Turnier aus. Die Begegnungen der KO-Phase wurden im Vorfeld durch den Turnierbaum festgelegt.
Die acht qualifizierten Mannschaften spielen im Viertelfinale gegeneinander. Die Sieger der Viertelfinalspiele ziehen in das Halbfinale ein.
Die vier verbliebenen Mannschaften spielen im Halbfinale um den Einzug ins Finale. Die Sieger erreichen das Finale, die unterlegenen Mannschaften scheiden aus dem Turnier aus. Die Halbfinalspiele sowie das Spiel um Platz 3 haben eine Spielzeit von 25 Minuten.
Im Finale spielen die beiden verbleibenden Mannschaften um den Turniersieg. Im Finalspiel entfällt die Zeitbegrenzung. Sieger ist die Mannschaft, die zuerst 13 Punkte erreicht.
Der Gewinner des Finales ist Turniersieger.